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El Camino - ein
Reise nach Santiago de Compostella
Seit vielen
Jahren organisierte ich die jährlichen Turnfahrten für unsere
Männerriege. 1996, es war in unsere Ferien, machten wir uns,
Veronika und ich, zu Fuss auf den Weg von Bremgarten, der Reuss
entlang, über den Gotthard-Pass nach Lugano.
Auf dem
„Weg der Schweiz“ stiessen wir am Urner See auf eine Infotafel
auf ein „Schwabenweg“, von Konstanz kommend nach Einsiedeln
führte. Ein paar Monate später las ich in einer Tages-Anzeiger-
Beilage von einem Pilgerweg der durchs Zürcher Oberland nach
Einsiedeln führt.
Im Frühjahr 2000 hatte ich dann die Idee, der neu
eröffnete Holzsteg über den Zürichsee gab Anlass dazu, für die
Turnfahrt 2000, ein Teil von diesem Pilgerweg ab Rüti über
Rapperswil, St. Meinrad, Einsiedeln, die Mythen und weiter nach
Schwyz zu organisieren.
Beim Rekognoszieren der Strecke sah ich dann,
dass dieser Schwabenweg ganz und gar nicht in Einsiedeln endet.
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Der Schwabenweg ist ein Teil der "Via Podiensis",
einer der fünf europäischen
Pilgerrouten. Die Via Podiensis verläuft diagonal durch die Schweiz
und Frankreich, beim Ibaneta-Pass über die Pyranäen. Kurz vor
dem Ibaneta-Pass, bei Cruix Gibraltar, treffen die drei
Pilgerwege aus dem Norden zusammen und führen von hier als
Camino Royal quer durch
Nordspanien nach Santiago de Compostella.
Tief beeindruckt vom Gedanken an die Strapazen
die die Pilger von damals auf sich nahmen und durchleiden
mussten, viele von ihnen liessen unterwegs ihr Leben - entstand
bei mir der Wunsch, aus Respekt für meine zahllosen Vor-Gänger:
«... das mache ich auch
...».
Um „Kopf, Herz und Seele zu lüften“ realisierte
ich kurz entschlossen im Oktober 2002 diesen Wunsch. Nach ca.
drei Wochen Vorbereitung ging ich mit "Kasper" ,so heisst mein
Villiger-Velo, auf den Jakobsweg. Die 2‘600 km wurden zu einem
unvergessliches Erlebnis.
bon camino ps:
Die
Pilgertradition auf Jakobsweges ist über tausend Jahren alt. |