F00003
1.5.2007
Jahrgänger-Treff

Seit der Tertiärzeit steigt das junge Faltengebirge der Alpen in großen Hebungsphasen auf. Nördlich der alpinen Gesteine wurde ein Streifen des Alpenvorlandes (Molasse) mit-
verfaltet. Von der "Flyschzone" aus, von Norden, führt das Rappenloch tiefe Einschnitt in die ersten Hartgesteine der Alpen hinein. Die ursprünglich waagrecht gebildeten Gesteine wurden steilgestellt und zerbrochen. Sie lassen den gebirgsbildenden Schub gut erkennen.

Viele verschiedene Gesteine bauen das Gebirge dieser Gegend auf. Sie gehören alle zu den sogenannten Mergeln (tonhaltige, dünnschichtige, leicht verwitternde, in sich stark verfaltete, zerbrochene, dunkles Gestein) oder sind Kalk (ein sehr reines, hartes, widerstandsfähiges Gestein, das die eigentlichen, hellgrauen Felswände bildet). Alle Schichtungen stammen aus der Kreidezeit, als Schlamm am Boden von urtümlichen Meeren, sind sie 100 bis 130 Jahrmillionen alt.